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SO TANZEN UNSERE NACHBARN

Budapest: Mahasti Competition
„Daughters of the Moonlight …”

von Romy Mimus
Vorwort: Marcel Bieger

Budapest ist eine schöne Stadt, und daß aus Ungarn sehr viele gute Tänzerinnen kommen, ist schon eine Binsenweisheit. Besonders das „Studio Mahasti“ ist da sehr rührig und hat schon viele europäische Preise abgeräumt, vor allem bei Leyla Jouvana und Rolands Wettbewerbs-Reihe „Bellydancer of the World“ (im Rahmen des OFE). Mahastis Vorzeige-Tribal Fusion-Tänzerin Eszter hat auch schon in Hannover beim Tribal Festival für Furore gesorgt.

Grund genug also, sich mit einem Gegenbesuch zu revanchieren. Studioleiterin Mahasti führt alljährlich einen großen Wettbewerb durch, und nach Rücksprache erklärte Mahasti sich bereit, Romy Mimus, ihres Zeichens deutsche OT-Starkünstlerin aus Nürnberg und Mitglied der Bellydance Superstars einen Platz in der dortigen Jury anzubieten. Lest nun, was Romy dort erlebt hat und wie es auf dem Wettbewerb zugeht (Romy war in diesem Jahr noch einige Male für uns als „Hagallady“, als Außenreporterin, tätig).
Ich wollte ja schon immer eine Lady sein …

und als ich dann das Angebot bekam, gleich auf den Status einer „Hagallady“ gehoben zu werden, konnte ich natürlich nicht nein sagen. Jury-Mitglied, Tänzerin und Workshop-Dozentin im Rahmen  der, zum achten Mal stattfindenden, Competition „Daughters of the Moonlight for Duetts and Groups“ in Budapest.

Wo kann ich unterschreiben?! Den Liebsten also trotz Valentinstag am Bahnhof zurückgelassen und auf geht’s ins ferne Budapest. Eine Zugfahrt die ist lustig! Endlich angekommen in der ungarischen Hauptstadt wurde ich sehr herzlich begrüßt von der ausgesprochen sympathischen Veranstalterin Mahasti. 

Auf einem ruhigen Abend im Hotel folgte am Samstagmorgen dann mein „Oriental Swing“ Workshop.  Dieses Thema ist immer mit viel Spaß verbunden, und wenn die Dozentin dann auch noch zum ersten Mal einen Workshop komplett auf Englisch hält, ist es gleich doppelt lustig. Aber man hat ja notfalls auch noch Hände und Füße zur Verfügung!

Erste Station also erfolgreich gemeistert, hatte ich dann das Vergnügen ein bisschen durch den Ort zu schlendern und einen Eindruck von dieser majestätischen Stadt zu gewinnen. Für charmante Begleitung hatte Mahasti ebenfalls gesorgt:. Adrienn Csuka, eine ehemalige Schülerin von Ihr, und deren Schülerin, Aletta, haben gemeinsam mit mir, bei wunderschönem Sonnenschein, Budapest ein wenig  erkundet.

Der Platz der Helden, die Fischer Bastei, die Matthiaskirche, der Aus-lick auf das Parlament direkt an der Donau, wirklich traumhaft! Fast genauso wie das ungarische Gulasch nach einem anstrengenden Tag.
Die Competition am Sonntag 16.02.2014

Ein volles Programm steht bevor. Zum achten Mal fand die Competition „Daughters of the Moonlight“ statt und ist speziell für Gruppen und Duos angelegt. Eine super Organisation von Mahasti. Vormittags ange-kommen, wurde ich zunächst positiv überrascht dem schönen Veranstaltungsort, den sich Mahasti für ihre Teilnehmer ausgesucht hatte.  Eine schöne große Bühne in einem sehr hübschen Theatersaal. Ein kleiner Basar war ebenfalls in der Eingangshalle aufgebaut, und Fotos und Videos der Auftritte konnten in den Pausen immer gleich direkt bestaunt und bestellt werden.
Ein weiterer toller Pluspunkt ist die jedes Mal sehr groß und gut besetzte Jury. Mit in diesem Jahr etwas kleinerer Besetzung von 14 Jurymitgliedern (siehe Bild), ist es trotzdem die größte, die ich bisher erleben durfte. Eine tolle Idee! Geschmäcker sind so verschieden und Tanzstile so unterschiedlich und breit gefächert, dass es immer schwierig ist, die beste Darbietung zu küren. Aber mit so vielen professionellen Meinungen haben die Teilnehmer eine tolle Chance, sich selbst zu präsentieren, sich mit anderen zu vergleichen und  konstruktives Feedback zu bekommen.

Die Jury besteht hauptsächlich aus in Ungarn etablierten Tänzern bzw. Studiobesitzern, die ein großes Fachwissen  und genau das richtige Auge für eine solche Veranstaltung haben. Hut ab vor Mahasti, das jedes Jahr  so viele Künstler ihrer Einladung folgen. Während die letzten Vorbereitungen noch liefen und viele Gruppen und Teilnehmer sich bereits in den Garderoben für ihren großen Auftritt vorbereiteten, durften die Juroren schon einmal Platz nehmen.
Es galt sich bekannt zu machen, bzw. Bekanntschaften wieder aufzufrischen, die Punktekarten (5-20 Punkte zur offenen Benotung) zu sortieren, Preise noch einmal durchzugehen und Urkunden zu unterschreiben. Wenn man mehr als 40 Mal den eigenen Namen schreiben muss, fängt man tatsächlich selbst an daran zu zweifeln, ihn richtig geschrieben zu haben.
Der ungarischen Sprache leider nicht mächtig, bekam ich von allen Seiten auch hilfsbereite deutsche und englische Unterstützung um den Ablaufplan erst einmal zu verstehen. Neben einer Kategorie für Junioren hat Mahasti immer verschiedene Kategorien, die die Teilnehmer nach unterschiedlichem Ausbildungsstand trennen. Es gibt also Beginner, Mittelstufe und Fortgeschrittene. So haben auch Tänzerinnen/ Tänzer mit weniger Bühnen- und Tanzerfahrung die Möglichkeit sich mit anderen zu vergleichen und ihr Gelerntes zu präsentieren.
Zusätzlich wird unterschieden zwischen Duos bzw. kleinen Gruppen auf der einen und großen Gruppen auf der anderen Seite. Eine Unterscheidung zwischen verschiedenen Stilen gibt es nicht, was ich aber auch nicht schlimm finde. Das man einen Saidi nicht auf eine klassische Routine tanzen kann und umgekehrt, oder ein stimmiges Kostüm wählt, muss bei allen Stilen beachtet werden. Daher können durch passende Bewertungskriterien, wie Synchronität, Ausstrahlung, Technik, Ausführung, Stimmigkeit oder Choreographie auch verschiedene Stile gut miteinander verglichen werden. Eine schöne Abwechslung für die Zuschauer ist es allemal, und die Zeit vergeht wie im Flug.  Der Wettbewerb wurde von Mahasti charmant moderiert, die trotz sämtlichen organisatorischen Aufgaben völlig gelöst wirkte.
Die einzelnen Gruppen der jeweiligen Kategorien durften immer direkt nacheinander auf die Bühne. Alle Juroren schrieben sich Notizen zu den einzelnen Nummern auf. Anschließend wurden alle Gruppen dieser Kategorie noch einmal auf die Bühne gebeten und die Jury-Mitglieder konnten ihre  jeweilige Benotung bekanntgeben. 
Durch die offene Bewertung  hatten Teilnehmer  auch die Möglichkeit,  Jurymitglieder direkt auf die erhaltenen Punkte ansprechen und hatten so eine schöne Möglichkeit, eine professionelle Meinung zu ihrem Auftritt zu erhalten und vielleicht auch den einen oder anderen Tipp zu bekommen.
Kategorie Junioren:

3. Platz Farafir Group“: Präsentierten uns eine sehr schöne Saidi- Performance. Die 4 Mädchen hatten sichtlich Spaß auf der Bühne und hatten trotz jungem Alter ihren Stock voll im Griff.

2. Platz „Naga Tribe“: Die vier Teenager hatten sich eine anspruchsvolle Choreographie im Fusion/ Tribal Style überlegt und schön präsentiert.

1. Platz „Farafir Group“:  Eine Kindergruppe mit einem nubischen Tanz. Absolut verdienter Sieg! Die vier Mädels mit einem jungen Hahn im Korb hatten so viel Spaß auf der Bühne und beim Tanzen. Mit sehr schöner, stimmiger und kreativer Choreographie tanzte sich die Gruppe gleich in die Herzen der Zuschauer. Ein insgesamt rundum stimmiger Auftritt.

Jetzt wird’s ernst!

Der Theatersaal  füllte sich, das Saallicht wurde heruntergefahren, Bühne frei für die Gruppen der 8. Competition „Daughters of the Moonlight“ für Duos und Gruppen. (mit Bildern von den jeweiligen erstplatzierten Gruppen)

Kategorie Beginner:

3. Platz „Kelet Lànyai Hastánc Group“: Die 5 jungen Mädels im lila Kostüm mit weißen Schleiern zeigten uns einen sehr schönen Raks Sharki. Ich hätte sie mir sogar auf einem noch besseren Platz gewünscht.

2. Platz „Raqs Fanatiqs“: Zu modernen orientalischen Klängen tanzte sich diese Gruppe in tollem Kostüm auf den 2. Platz.

1. Platz „Ana el Asl“: Ein absoluter Augenschmaus waren die vier Melaya-Girls. So viel Freude und Koketterie zu eine super inszenierten Choreographie von Mahasti selbst. Also wenn die nicht den ersten Platz verdient haben! Diese Performance gehörte auf jeden Fall zu meinen Lieblingen an diesem Tag.

Kategorie „Mittelstufe“ - Paare:

3. Platz „Jácint Duo“: Zunächst mit Isis-Flügeln und dann noch ein Tabla-Solo hinterher. Sehr schön haben die beiden Tänzerinnen in dieser Kombination miteinander harmoniert.

2. Platz „Jácint Duo“: Das gleiche Duo mit anderer Choreographie. Diesmal für das Opening mit Seidenfächern und danach ein noch feurigeres Tabla-Solo.  Tolle Musik und sehr schöne Umsetzung.

1. Platz für Viktoria Zafirah Rendes & Zsofia Safiaya Kovacs mit Trommler Zoltan Bordas:

Zu live Tabla haben uns diese beiden jungen Tänzerinnen gezeigt, was sie können. Kreative Interaktionen untereinander und schön getanzt, haben sie den ersten Platz eindeutig verdient.

Kategorie „Mittelstufe“ – Gruppen:

3. Platz „Nitah Oriental Dance Group“: Ganz in weiß zu moderner Musik zeigten uns diese jungen Mädchen eine romantische und gefühlvolle Darbietung.

2. Platz „Vadrózsák“: Wieder eine fröhliche und bunte Melaya, bei der es einfach Spaß macht zuzusehen.

1. Platz „Wardet al Yasmin“: Mit extravaganten Kostümen in weiß-orange zeigte uns diese Gruppe einen sehr zarten und sanften Tanz. Wirklich schön anzusehen, auch wenn das Lächeln bei manchen aufgrund der Nervosität etwas vergessen wurde.

1. Platz „1001Nacht Bauchtanz Studio“: So viel Power, Ausstrahlung und Dynamik wünscht man sich im orientalischen Tanz. Super Auftritt! Einer meiner Favoriten dieser Veranstaltung.

Kategorie „Fortgeschrittene“ – Paare und kleine Gruppen:

3. Platz „Esha Group“ : Das Trio zeigt uns zur klassischen Routine eine sehr schöne Darbietung. Mit ein bisschen mehr Dynamik in der Choreographie hätte es bestimmt ein noch besserer Platz werden können.

2. Platz „Oriental Fantasy Bauchtanzschule“: Tolles Leo Kostüm, super Choreographie mit fließenden Abwechslungen und mitreisender Ausstrahlung! Am liebsten hätte ich zwei erste Plätze vergeben.

1. Platz „Andrea Sipocz & Laszlo Ramasz“:  Das einzige Duett zwischen Frau und Mann an diesem Tag und dann auch noch ein spritziger, erdiger und kraftvoller „ungarischer Saidi“. Tolle Interaktionen miteinander und super Darbietung. Was soll ich sagen, volle Punktzahl!

Kategorie „Fortgeschrittene“ – große Gruppen:

3. Platz „Caliana“: Sie zeigten uns eine imposante Inszenierung mit Isis-Flügeln und Schleierfächern in exotischen Kostümen in Pfauen-Optik.

3. Platz „Sharyam Group“: Eine riesige Formation von 15 Tänzerinnen wechselten sich gekonnt ab mit Schleierfächer und rasantem Trommel-Solo.

2. Platz „Shilla’s Dance Company“: Mit einem „Beledi Cocktail Mix“  zeigte dieses Gruppe den  Juroren und Zuschauern, was sie können, und  wurden mit viel Applaus belohnt.

1. Platz „1001 Nacht Bauchtanz Studio“: Zum zweiten Mal durften wir diese Gruppe genießen und auch mit dieser Performance konnten die Tänzerinnen  voll und ganz überzeugen. Musik, Kostüm, Choreo- graphie, Ausstrahlung, Technik, einfach ein super Gesamtpaket.  

1. Platz: Wardet al Yasmin (klass. Oriental)
ebenfalls 1. Platz: 1001Nacht Bauchtanz Studio (klass OT)
2. Platz (oben) Vadrózsák (Melaya), 3. Platz (unten) Nitah Oriental Dance Group
1. Platz: Viktoria Zafirah Rendes & Zsofia Safiaya Kovacs (Trommelsolo)
2. Platz: Jácint Duo (Fächerschleier)
3. Platz: ebenfalls das Jácint Duo (Isis-Wings und Trommelsolo)
2. Platz: Raqs Fanatics (modern Oriental)
3. Platz: Kelet Lànyai Hastánc Group (Raks Sharki)
1. Platz: Ana El Asl: (Melaya Leff)
2. Platz: Naga Tribe (Tribal Style)
3. Platz: ebenfalls die Farafir Group (Saidi)
1. Platz: Farafir Group (nubischer Tanz)
Romy am Heldenplatz
Aletta, Romy, Adrienn an der Fischer Bastei
Budapest - Aussicht auf die Donau und das Parlament
Matthiaskirche
Foto links und unten, die Jurymitglieder
1. Platz: Andrea Sipocz & Laszlo Ramasz (Saidi)
2. Platz: Oriental Fantasy Bauchtanzschule (modern Oriental)
3. Platz: Esha Group (klassisch Oriental)
2. Platz: Shilla’s Dance Company (Beledi)
1. Platz: 1001 Nacht Bauchtanz Studio
3. Platz: Sharyam Group (oben) und Caliana (unten), beide Schleierfächer
Alles in Allem eine wirklich schöne Veranstaltung bei der ich sehr gerne Teil sein durfte! Das Niveau des Wettbewerbs war wirklich sehr schön. Viele Entscheidungen waren sehr knapp und schwierig. Ich kann mich an kein Stück erinnern, bei dem ich dachte, es passe nicht hierher. Und die eine oder andere Gruppe würde ich wirklich gerne wiedersehen!

Und schon war’s vorbei, das aufregende Wochenende in Budapest und es bleiben viele neu gewonnene Bekanntschaften und sehr schöne Erinnerungen!  

Jurymitglieder (facebook):

Romy Mimus, Szmolinka.mahasti, Éva Jázmin Sárfalvi, Aniko Ancsan Sefirah, Krisztina Amira Nemeth, Garai Csilla, Nagy Dina Jamilah, Shaba Marta Wollner, Bernadett Nemesházi, Báti Anita Nitah, Bogi Gyenis, Bogdán Gizella Cini, Dahhan Mohamed, Péter Bézi

Homepage Romy: www.romy-dance.com
Romy