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WEIHNACHTEN BEI MANIS

Zur Weihnachtsfeier der berühmten Choreographin

von Marcel Bieger

Manis
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Grafische Gestalung/WebDesign: Konstanze Winkler
Photos © Konstanze Winkler
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Aus dem befreundeten Umland sind viele zur Weihnachtsfeier gekommen, darunter etliche,
die einmal bei Manis gelernt und sich dann selbständig gemacht haben, oder die heute bei ihren Projektgruppen aktiv sind (Manis feiert 2012 ein Jubiläum, 20 Jahre Projektgruppen, diese Zeitung wird darüber berichten).
Aus Kaarst kommt die Gruppe von Daliah und bringt Orientalischen Disco mit, eine rhythmische, mitreißende Darbietung. Wir sehen sie im Laufe des Abends noch einmal, jetzt mit einem Doppelschleier-Tanz zu popiger Orientmusik, und im Anschluß daran stehen alle sechs auf dem Parkett und lassen es zu einem Disco-Trommelsolo krachen.
– Auch aus Attendorn bekommen wir Orientalischen Pop zu sehen, die Gruppe Djumana unterstreicht ihn mit einer gehörigen Portion Reggaeton. Etwas später sehen wir sie noch einmal, dann in einem abwechslungsvollen Ensemble-Tanz mit Fächer.
– In Duisburg ist die Gruppe Dunya Magnuna zuhause, die einen Raqs Africa mitbringt, rhythmischer Stammestanz auf OT-Grundlage. In ihrem späteren zweiten Beitrag entführen sie uns ebenfalls in eine Weltengegend, die einem auch nicht spontan beim Orientalischen Tanz einfällt: Hawaii. Ihre Hula Hulas, im weiteren Beitrag zu Harfenbeglei- tung bietet eine sehenswerte und interessante Abwechslung.
– In Witten tanzt das Duo Nashita & Aicha, und hier uns heute zierlich Chinesisches mit Fächern, aber auch auf OT-Basis. Aus demselben Hause auch das Trio Anindita mit einem Isis-Flügel-Tanz zu „Fluch der Karibik“, der heimliche Musik-Hit dieser Show.
Und ein drittes Mal erwartet uns ein Beitrag aus der Ruhgebiets-Stadt, Aicha frönt ihrer großen Liebe, dem Bollywood. Als Solobeitrag bekommt man das nicht zu häufig zu sehen, und auch nicht immer so vollendet wie hier.
Aus Ennepetal ist Silke W. angereist und legt uns einen dramatischen Schwert-Solotanz zur Musik aus „Fluch der Karibik“ unter den Weihnachtsbaum. Im nächsten Block ist sie auch noch einmal zu sehen, jetzt mit einem rassigen, improvisierten Trommelsolo.
Aus Leverkusen sind gleich drei Solistinnen dabei und erfreuen uns mit einem Doppel-Fächerschleier zu rockiger Flamenco-Begleitung (Tarana),
einem Trommelsolo-Tribal-Fusion zu Industrial-Musik (Shari) und einem Schleiertanz zu spanisch-orientalischer Pop-Musik. Ein wirklich abwechslungsreiches Programm (Djumana, nicht zu verwechseln mit der Gruppe gleichen Namens aus Attendorn)
– Die Stadt Brechen schickt uns Inta Omri, und die führen sehr synchron zu sechst ein Trommelsolo auf, das Spiel mit dem Publikum gelingt ihnen sehr gut.
Und mit Amierah Hazara kommt eine weitere ehemalige Schülerin mit inzwischen eigener Tanzschule und verzaubert uns mit einem sehnsuchtsvollen und wehmütigen Raks Sharki.
Zuguterletzt drei Vertreterinnen der rockenden Tanzgruppe, bzw. tanzenden Rockgruppe The Violet Tribe, mit der das „tanzhaus.nrw“ schon auf der kommenden Orientale Großes vorhat (siehe Vorschau auf das Festival in dieser Zeitung): Den Reigen eröffnet Svahara Aicanar mit ihrem Piratentanz aus der aktuellen Bühnen-Show von „The Violet Tribe“ mit Namen „Grand Hotel“. Mit viel Fahnenschwingen („Jolly Roger“, natürlich) und dramatischen Fechtbewegungen mit Blankwaffen. Später erinnert sie uns als Schneekönigin daran, daß mit Weihnachten auch der Winter beginnt.
Das sehr ergreifende Fantasy-Stück mit Tribal-Fusion-Mittelteil, läßt wohl niemanden im Saal unbewegt. - Henneth Annun, bei der man immer wieder aufs Neue gespannt sein darf, was sie diesmal vorbereitet hat, sie tanzt heute einen kurzen, erdigen und schnörkellosen Tribal Fusion, gefolgt von einem Trommelsolo ganz nach ihrer Art. Später überzeugt sie mit einer langsameren Drum & Bass Nummer zu Orientalischem Tanz, es wird hip-hopiger und schließlich gesellt sich Lily Dux alias "Miss Lily Qamar" hinzu, um mit ihr ein kurzes Duett zu tanzen.
Lily Dux hat sich in ihrem eigenen Auftritt für einen indisch beeinflußten Vintage Fusion entschieden, in welchem sie von zarter Hackbrett-Musik, später Zither, dann Balkanischem und schließlich Steampunk-Mechanik begleitet wird. So gut wie selten zuvor verwebt sie alles zu einem faszinierenden Ganzen. Im zweiten Stück gibt sie ein Trommelsolo zu Automaten- musik, verlegt sich in den muntersten Momenten auf Hip Hop und ermattet schließlich, als die Spieluhr abgelaufen ist.
Da gehen wir gerne wieder hin, und natürlich auch zum "Colours"-Abend der Orientale am 18. Februar 2012, wo es ein Doppelprogramm mit Live-Musik gibt, besser gesagt, Bruno Assenmacher und seine "Ratatouille", Manis und die Tanzgruppe Sinam und die fabulösen "The Violet Tribe".
Homepage Manis: www.manis-tanz.de
Daliah
Daliah
Djumana
Djumana
Dunya Magnuna
Dunya Magnuna
Nashita & Aicha
Trio Anindita
Silke
Aicha
Tarana
Shari
Djumana
Amierah Hazara
Inta Omri (nach einer Choreografie von Manis)
Svahara Aicanar
Henneth Annun
"Miss Lily Qamar", Lily Dux
Finale