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DAS GRAUEN HAT ZWEI NAMEN:

Tribalstamm Nanda
versus 1. Kölner Piraten!!!

- von einer höchst eigenartigen und doch
schon lange überfälligen Begegnung
beim Hafenfest in Bergkamen
am 5.- 7. Juni 2009



von Marcel Bieger

Beim Stämmelager 2007 in Köln lag die Idee eigentlich unübersehbar in der Luft. Nach einem wunderbaren Samstag-Tag war am Samstag-Abend bei den 1. Kölner Piraten das meiste los. Der Ansicht waren zumindest die immer noch anwesenden Tribal-Frauen, die vom nachmittäglichen Weltrekord im Tribal-Tanzen noch ausharrten. Warum nicht Piraten und Bömmel-Mädchen gemeinsam auftreten lassen? Zu ihrer Zeit kamen die Piraten ganz schön herum, plünderten in Orient und Okzident, und hinter dem, was sich als Zigeunerin oder Syrerin verbarg, handelte es sich oft um Frauen, die öffentlich orientalisch tanzten.

        Doch von dieser Idee bis zum Bergkamener Hafenfest war es noch ein ziemlich langer Weg. Die wenigsten Komplikationen bereiteten die Piraten, die hatten schon einige Zeit vorher so etwas ausprobiert, mit den beiden Tänzerinnen Alea und Mirimah von Mayawati. Aber seitdem war in dieser Hinsicht nichts mehr gelaufen, und sie hatten dochmal wieder Lust, mit weiblicher Unterstützung aufzutreten. Denn die 1. Kölner Piraten von 1968 k(ein)e(eingetragener)V(erein) bereisen zwar nicht die Sieben Weltmeere, aber zum Beispiel die Ostsee und kommen auch sonst viel in Deutschland herum. Die Schwierigkeit bestand nun darin, einen Stamm zu finden, der 1. noch die alten Tänze beherrscht, 2. sich weder vor Tod noch Teufel und erst recht nicht vor den wilden Gesellen der Meere fürchtet, und 3. bereit ist, auch weitere Wege zu reisen, um in irgendeinem Hafen sein Lager aufzuschlagen. So verging das Jahr 2008 weitgehend damit, einen Tribe zu finden, der diese Kriterien erfüllte. Meist bekam ich eine Absage oder ein sehr flaues „wir überlegen uns das mal.“ In höchster Not und vor Verzweiflung halb von Sinnen wandte ich – ein Kölner – mich an Düsseldorfer. Und siehe da, Nana vom Stamm "Nanda" (und Chefin des Studios „Cahira“) fand sofort Gefallen an der Idee. „Ja, ich glaube, das ist etwas für uns.“ Im Februar dieses Jahres kam es dann zur historischen ersten Begegnung zwischen den Nandas und den Piraten, vertreten durch Stammesmutter Nana und Steuermann Wilfrid. Ich nahm als besänftigender Faktor teil, denn nicht nur die Seeräuber verstehen sich auf den Waffengang, die Nandas sind ebenfalls mit blankem Stahl gerüstet. Doch meine Anwesenheit erwies sich im Nachhinein nicht als dringend vonnöten, die beiden verstanden sich auf Anhieb.

        Nun ergab es sich, dass die Piraten auch einen Termin ganz in der Nähe wahrnahmen, zum Hafenfest in Bergkamen nämlich, und auf demselben sollte dann das Aufeinanderprallen der beiden Gruppen stattfinden.

Die Stadt Bergkamen liegt nordöstlich von Dortmund, oberhalb des Kamener Kreuzes (bekannt aus allen Verkehrsnachrichten), und liegt am Datteln-Hamm- Kanal. Dort hat es sogar einen Yachthafen (natürlich kann man sich auch hier das Denglisch nicht verkneifen und nennt sich „Marina“, nicht zu verwechseln mit Rocco Granatas gleichnamigem Schlagerhit aus dem Jahr 1959), und der hatte sein 11. Hafenfest im Westfälischen Sportbootzentrum - Marina Rünthe zu feiern. Wenn es nicht so ein furchtbarer Kalauer wäre, würde ich jetzt schreiben, dieses Fest ist buchstäblich ins Wasser gefallen. Aber das stimmt nur für den ersten Tag, zu dem dann auch erschreckend wenige Besucher kamen. Am zweiten sollte sich das dann aber ändern...

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