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Es ist das Wochenende vom 10./11. September 2011 und ich mache mich auf in die Tanzschule „Upstairs“ im schönen Hannover-Linden. Dieses Ballettstudio haben Perlatentia angemietet, um Hannovers Tribal-begeisterter Szene eine Tanzausbildung zu ermöglichen, die wahrlich umfangreich, fundiert und abwechslungsreich ist, nämlich NEAS FUNDAMENTALS.
Was das ist? Nun, NEAS FUNDAMENTALS sind die Wissenssäulen auf die sich der NEA’s Tribal Style Dance stützt. Gabriele „Gabriella“ Keiner, die Erfinderin dieses Formates und gleichzeitig zertifizierter Tanzausbildung sagt dazu:

„NEA’s Tribal Style Dance besteht überwiegend aus ATS® nach Fat Chance Belly Dance®, einigen Einflüssen Tribal Belly Dance nach Gypsy Caravan und der Rest sind NEA’s eigene oder adaptierte Kompositionen. Diese einzigartige Mischung ist der unverwechselbare Stil von NEA’s Tribal, der mit drei Stichworten klar umrissen werden kann: lebendig, gruppendynamisch, exakte Technik.

NEA’s Tribal Style Dance ist maßgeblich bestimmt durch die aufgerichtete Haltung von FCBD®, ihre Basisbewegungen und Drehungen. Dazu die Art von Gypsy Caravan und deren lebendige Formationen, verbunden mit der Kraft der eigenen Kreativität. Sehr speziell bei NEA’s Tribal Style Dance ist die besondere Art der internen Gruppenkommunikation.“

Perlatentia und Gabriella haben mich eingeladen, bei den Kursen dabei zu sein, alles im Bild festzuhalten, Stimmen der Teilnehmerinnen einzufangen und natürlich auch selbst mitzutanzen. Na, da komme ich doch gern und bin schon ganz neugierig, was mich erwartet …
Der Unterricht beginnt

Es sind viele erschienen, der Tanzsaal füllt sich. Zwanzig Teilnehmerinnen haben sich angemeldet, erzählt mir Patricia, die Leiterin von Perlatentia. Die meisten davon für alle vier Termine der kompletten Tanzausbildung, einige auch noch zusätzlich für die beiden anschließenden Einheiten, welche man benötigt, wenn man nach Abschluß dieser Ausbildung selbst NEAS FUNDAMENTALS unterrichten möchte.
Wir beginnen mit einem klug durchdachten Aufwärmtraining, das schon auf die späteren Tanzabläufe und -bewegungen abgestimmt ist. Und bevor es mit dem eigentlichen Unterrichtsinhalt  losgeht, kümmern wir uns um die Grundlage, die jede gute Tänzerin ausmacht, nämlich die korrekte Tanzhaltung. Gabriella erinnert uns eindringlich an die Wichtigkeit, in Sachen Tanzhaltung nicht zu schludern, denn abgesehen davon, dass  es unschön aussieht, wenn man in sich zusammenfällt, eine schlechte Haltung birgt auch immer die Gefahr, sich zu verdrehen, zu verletzen, und die Gelenke überzustrapazieren.
Gabriella „lalala-jiiieept“ gutgelaunt ihre neuen Schülerinnen zur Aufmerksamkeit, begrüßt uns alle herzlich und stellt ihr Workshop-Programm für dieses Wochenende vor.
Unsere Ausbildung beginnt mit dem vermeintlich Einfachsten, den tribal-spezifischen Handkreisen, auch Floreos genannt. Von wegen einfach! Gabriella ist eine gute aber auch strenge Lehrerin und lässt keine Nachlässigkeiten oder ein „das haben wir aber schon immer so gemacht“ gelten. Also werden die Floreos korrekt ausgeführt, genau so, wie es sein soll.

Und Gabriella kontrolliert das auch bei jeder einzelnen, sie geht durch die Reihen, prüft, korrigiert, macht dabei aber auch das ein oder andere Späßchen, das gefällt mir.
(Ich habe die Floreos anfangs natürlich auch verkehrt gemacht)
Die erste Workshop-Hälfte ist den langsamen Tanzbewegungen gewidmet. Neben den Floreos lernen wir Armsweeps, Arm-Undulations, Hüft-Achter (Takseem), langsame Drehungen auf der Stelle, wie z.B. den Reverse Turn, das sogenannte Pivoting also.

Und da es sich bei allem was NEAs Tribal Style ausmacht, um improvisierten Tribal handelt, wird auch gleich immer zu zweit geübt: Kommandos geben, die Führung übernehmen, sich mit schönen Passagen gegenseitig in der Führungsposition abzuwechseln.

Gabriellas Unterricht ist in kurze Lehrblöcke unterteilt, denen immer eine Tanzpause anschließt, in der es Zeit gibt, sich eigene Notizen zum frisch Erlernten zu machen. Gabriella verteilt keine Skripte, die Teilnehmerinnen sind also angehalten, sich die Ausbildungsinhalte in ihren eigenen Worten zu notieren. Einige murren darüber, aber so schlecht ist das gar nicht. Wie oft versteht man das Skript der Lehrerin nicht mehr, wenn man dann zuhause ist und üben möchte. Die eigenen Notizen bekommt man hingegen doch immer wieder gedanklich zusammen. Und Gabriella lässt ihre Schülerinnen damit natürlich nicht alleine. Bereitwillig beantwortet sie Fragen, tanzt auch gern die Bewegungen nochmals vor, falls es Unklarheiten gibt. Sie fasst den Stoff zusammen und alle Schülerinnen sitzen mit Schreibblöcken und Stiften bewaffnet am Fußboden und machen sich Notizen.
In der zweiten Hälfte des ersten Workshop Tages gehen wir über zu den schnelleren Tanzbewegungen. Gabriella lehrt uns den Egyptian, Egyptian Half Turn, Egyptian in der Kreisformation, den ¾ Shimmi (auch auf dem Turkish Step), den Arabic, den Twister plus Half Turn, Single und Double Bump und den Basic Choochoo. Das Ganze wird natürlich auch wieder mit Tanzpartnerin geübt und mit zahlreichen Führungswechseln fleißig improvisiert.

Gabriele geht durch die Reihen, bessert Fehler aus, gibt Tipps und macht hin und wieder „witzische Sprüsch“, alles giggelt …  es macht wirklich Spaß, hier zu lernen.
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Neas Tribal
Gabriella
Auf die Haltung kommt es an ...
"Floreos" - gar nicht so einfach ...
hier wird das Führen und Wechseln in Zweiergruppen geübt
Photos: "Gabriella" © André Elbing (www.andre-elbing.de), alle anderen © Konstanze Winkler
NEAS FUNDAMENTALS – Ein Tanz-Format geht auf Reisen
Gabriella, die Gründerin von NEAs Tribal, zu Gast bei Perlatentia in Hannover
von Konstanze Winkler