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Showberichte
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Tribe Kalibora
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Photos © Konstanze Winkler
Nach der Show gelang es uns, ein paar Stimmen einiger der glücklichen Teilnehmer einzufangen:

Was bedeutet Euch die Teilnahme an der 1. Offenen Bühne der Orientale?

Tribe Kalibora

Silja: Zunächst war es eine große Ehre, daß wir aus vielen, vielen Beiträgen vorab ausgewählt wurden. Unsere Gruppe war die einzige, die sogar zweimal auftreten durfte. Für mich war es ein großartiges Erlebnis auf einer solch riesigen Bühne stehen und tanzen zu dürfen. Das war ein erhabenes Gefühl. Jetzt freue ich mich auf das Video nit unseren Beitrag, aber ich möchte natürlich auch die anderen Beiträge sehen.

Julischka: Ich habe mich wahnsinnig gefreut, als Xahira uns mitteilte, wir wären ausgewählt worden und dürften sogar zweimal tanzen. Im Vorfeld war ich schon sehr aufgeregt und gespannt, da ich nicht einschätzen konnte, ob wir überhaupt eine Chance haben würden. Deshalb waren die Freude und dann aber auch die Nervosität umso größer, im Rahmen dieses Festivals, auf dieser riesigen Bühne und vor diesem Publikum auftreten zu dürfen. Es war eine große Ehre und auch Herausforderung. Bis dahin war ich bereits mehrfach als Zuschauerin bei der Orientale gewesen und weiß, daß immer sehr hochkarätige Tänzer und Gruppen ausgewählt werden. Insofern ist die Orientale für mich schon eine ganz besondere Show. Selbst daran teilnehmen zu dürfen: Einfach unglaublich! Die Idee, Nachwuchstänzern eine Bühne zu geben, finde ich  daher sehr gelungen. Während der Show selbst habe ich mich sehr über die professionelle und sehr nette Betreuung (Versorgung, Abholservice zur Bühne, Essen und Beisammensitzen nach der Show) gefreut sowie das nette Miteinander in der Garderobe. So konnten wir uns ganz auf die Auftritte konzentrieren. Und kam mir die Bühne während der Lichtprobe noch riesig vor: Beim Auftritt selbst habe ich davon nichts mehr gemerkt. Es war einfach TOLL!
Xahira (die nervöse „Mutter“): Als meine Kaliboras aufgetreten sind, war ich ganz schön mit aufgeregt! Das war auch im Vorfeld so, als Frau Schackow vom Tanzhaus mich anrief, um uns die frohe Nachricht zu überbringen. Das geht wahrscheinlich allen Tanzmamas so ... Ich bin sehr stolz auf „meine“ Tänzerinnen, aber auch auf meine Choreographien, die ja vor einer versierten Jury bestanden haben! Die Orientale hat ja bekanntlich ein sehr hohes Niveau auf der Bühne, und es ist ein wunderbares Gefühl, quasi von dort abgesegnet zu werden, ja, ihr seid dabei, das paßt, das soll raus in die Welt! Überhaupt fand ich die Stimmung der Show sehr gelungen, die Manis, Dorothee Schackow und Bruno Assenmacher dort mit ihren persönlichen Ansagen ausgestrahlt haben, man hat einfach gespürt, wie wichtig ihnen dieses Anliegen der Nachwuchsbühne ist, es war sehr respektvoll, ja sogar liebevoll.
Wie ist es zu eurer Teilnahme gekommen?

Silja: Xahira, unsere Lehrerin, kam auf die Idee, daß wir uns öfter bewerben und außerhalb unserer Tanzstudioshows auftreten sollten, um weitere Gelegenheiten zum Auftritt wahrnehmen zu können. Eine eigene Show ist ja bekanntlich ein wahnsinnig großer, organisationsaufwendiger und weit im voraus zu planender Akt. Xahira organisiert seit vielen Jahren jährlich zwei eigene Shows, das Orient Desaster und die Schülerinnen Werkschau. Es ist auch einmal schön, das ganze Drumherum als Gastakteur aufzunehmen. Man lernt unheimlich viel Neues dazu. Klasse fand ich, daß wir für den Auftritt auf der Orientale in unserem Garderobenraum sogar abgeholt wurden und daß es nach dem Auftritt ein großes thailändisches Buffet gab, an dem man sich sattessen konnte.
Julischka: Xahira hatte uns im Training von der Open Stage der Orientale erzählt und angefragt, ob wir uns dort bewerben wollen. Ich war auf jeden Fall dafür, denn in anderem Rahmen, also unter "fremder" Organisation, auf fremder Bühne und anderem Publikum zu tanzen, ist selbstverständlich eine große Chance. Bühnen- erfahrung haben wir zwar alle z.T. seit vielen Jahren, dennoch war diese Chance für mich doch etwas sehr Besonderes.
Xahira: Ich hatte große Lust, meine Ensembles auch mal auf anderen Bühnen auftreten zu lassen, denn ich meine, die Gruppen brauchen sich nun wirklich nicht zu verstecken! Als Gruppe hat man nicht so viele Auftrittsmöglichkeiten, denn Veranstalterinnen von Shows haben ja meistens selbst genug Ensembles, d. h. als Gruppe wird man recht selten eingeladen. Ich denke, die Kaliboras sind so weit auch auf größeren Bühnen aufzutreten und nicht nur im „Heimspiel“ auf unseren eignen Shows. Da ich ja selbst schon bei der Orientale auf der Bühne stand, fand ich das eine tolle Gelegenheit. Es war ganz schön aufregend, wir haben uns ja noch nie irgendwo beworben, weder die Gruppen noch ich
Wie sehen Eure weiteren Pläne nun aus?

Silja: Wir werden uns in Zukunft sicher wieder bei anderen Shows bewerben um unsere Künste zu zeigen.
Julischka: Dieses Jahr (2011) wird es ja leider kein "Orient Desaster" geben. Das heißt aber nicht, daß wir mit Xahira keine neuen Sachen, Tänze, Ideen ausprobieren werden. Gerade erholen wir uns noch von "Xahira & Friends 6". Doch ich freue mich bereits wieder sehr aufs Training .
Xahira: Ich gehe nun beruhigt in Rente. Bei soviel talentiertem Nachwuchs brauchen wir uns um den OT und Tribal in Deutschland wirklich keine Sorgen machen. Außerdem fände ich es schön, wenn sich nächstes Jahr auch Solistinnen aus „meinem Stall“ bewerben würden.
Jasmin Dohr

Was bedeutet dir die Teilnahme an der 1. Offenen Bühne der Orientale?
   
Die Teilnahme an der 1. Offenen Bühne der Orientale bedeutet für mich Aktion auf verschiedenen Ebenen. Als Erstes bedeutet es für mich ganz persönlich einen neuen Schritt in eine Richtung, die ich bisher vermieden habe: mich bei Events zu bewerben. Das ist etwas, was mir an sich nicht so liegt, denn obwohl ich vor vielen Menschen tanzen kann und auch schon lange unterrichte und auftrete, ist es für mich etwas ganz anderes, mich in irgendeiner Weise auf andere Art darzustellen (und sei es nur mit einem Lebenslauf) und dann auch noch in ein Auswahlverfahren zu kommen Tänzerisch gesehen finde ich es aufregend, bei einer Erstveranstaltung dabei sein zu dürfen, denn das gibt ein Gefühl von   Besonderheit. Eine solche Veranstaltung kann noch wachsen und sich   verändern, und da finde ich es schön, wenn man sie von Anfang an   erlebt und mitgestaltet hat. Der zweite tänzerische Aspekt ist, daß das „tanzhaus.nrw“,  und die Orientale in diesem Fall, national und international anerkannt ist und einen Namen hat. So etwas ist für jede Tänzerin meiner Meinung nach ein Ereignis, denn es weist auf Professionalität und eine gute Qualität hin.
Wie ist es zu Deiner Teilnahme gekommen?
 
Da die Ausschreibung erst spät und dann auch in einer nicht so angenehmen Lebensphase ihren
Weg zu mir fand, habe ich es einfach getan, ohne viel nachzu-denken. Mut zu Neuem! habe ich mir gedacht und es hat sich als richtig erwiesen. Ich hatte schon 3 Workshops gebucht, aber dann wies mich eine Freundin am Tag des Einsendeschlusses noch auf die Ausschreibung hin und schlug vor, ich könne mich doch dort noch bewerben, was ich dann eben getan habe, in der Hoffnung, es wäre noch nicht zu spät. Als erstes habe ich das natürlich gedacht, doch dann bekam ich einen Anruf von Manis. Da bin ich vor Freude in meine Wohnung herum-gesprungen, weil ich so froh war, dass es geklappt hatte und daß ich auch sogar 2 Stücke tanzen durfte!
Wie sehen deine weiteren Pläne nun aus?
   
Meine weiteren Pläne sind erstmal auf meine erste eigene kleine Show   ausgerichtet, die wirklich in einem kleinerem Rahmen diesen Sommer in   Bonn stattfinden wird und von meinen Schülerinnen, Freundinnen und   mir getragen wird. Ich möchte gerne weiterhin den Mut finden, mich für Veranstaltungen  zu bewerben und meine tänzerische Selbständigkeit, die seit Januar 2010 besteht, auszubauen. Da ich auch Physiotherapeutin bin, mischt  sich mein Unterricht sehr mit den Inhalten aus diesem Bereich, und ich suche immer neue Möglichkeiten mit Menschen an tänzerischem   Ausdruck, Haltung und Technik zu arbeiten
und freue mich über jeden, der dort wirkliches Interesse zeigt. Zu vermitteln, was der Körper alles kann, ist etwas, das mir viel Freude bereitet und was ich gerne mit anderen teilen möchte. Natürlich würde ich mich auch sehr freuen, wenn sich eine Zusammenarbeit mit dem Tanzhaus ergeben würde oder wenn sich andere Möglichkeiten auftäten, auf professioneller Ebene mit Tänzerinnen und Tänzern als Physiotherapeutin oder eben auch selber als Tänzerin arbeiten zu können.
Sarina (Melanie Baumeister)

Also, die Teilnahme an der 1. offenen Bühne der Orientale, hat für mich die Chance bedeutet, das erste mal auch außerhalb der Tanzschule auf einer richtigen Show zu tanzen. Ich habe die Zusage an meinem Geburtstag bekommen, und es war für mich echt das schönste Geschenk, was man mir machen konnte, ich hab richtige Luftsprünge gemacht. Es ist einfach schön, endlich mal nur allein durch sein Können diese einmalige Chance zu bekommen.
Von der 1. offenen Bühne hab ich über meine Freundin Ulrike Huber von „ShaliSari" erfahren, die mir gesagt hat, daß ich mich da unbedingt anmelden soll. Was man dann genau machen muß, um sich für die Teilnahme zu qualifizieren, habe ich dann über die „hagalla“ erfahren, also daß man jeweils ein Video seiner Tänze und einen Tanzlebenslauf dorthin schicken muß, das hab ich dann gemacht.
Meine weiteren Pläne sind erstmal weiterhin so viele Workshops wie möglich bei den Tribal Fusion Größen zu besuchen. Mein nächstes Ziel ist dann der Wettbewerb beim Tribal Festival in Hannover und dann danach der in Berlin, wo ich unbedingt einen Workshop bei Rachel Brice belegen möchte. Selbst gebe ich wahrscheinlich im Herbst auch wieder einen Workshop Tribal Fusion Technik in Plattling. Für mich ist es jetzt einfach das wichtigste, so viel Auftrittserfahrung zu sammeln, wie es nur geht und vor allem Training, Training, Training, für mich ist Tanzen eh das Schönste.
"Tribe-Mama" Xahira fiebert aufgeregt mit
ORIENTALE 2011 - OPEN ORIENTAL STAGE
Düsseldorf, 6. März 2011, tanzhaus nrw
von Marcel Bieger