Startseite/Aktuelles
zurück zu Showberichte
Zur „Orientale 2010“ in Düsseldorf, V. Teil

von Marcel Bieger
Fotos :André Elbing

- 2 -
weiter...
zurück...
Aber auch andere kommen zum Zuge: Simone Schütte hatte die Idee für die folgende Zeitreise, die mit einem mittelalterlichen Tanz beginnt, dann ins Rokoko springt, aber leider nicht zu Händel oder Vivaldi greift, sondern zu „Rondo Veneziano“ (so als griffe man zur Dieter-Bohlen-Version eines Rock Stücks), und dann landen wir im Barock, historisch nicht ganz exakt, aber Tanz darf alles. Dazu wunderbare Kostüme, venezianische Karnevals-Masken, ein Fest für alle Sinne, eine tolle Choreographie und eine ebenso gewagte, wie gelungene Fusion.
"El Cielo" - Orientalischer Tanz mit Schleiern wird uns nun von einem Trio gezeigt, und da geht es akkurat und elegant zu.
Ein indisches Stück folgt, in der Hauptsache Bollywood, flankiert von etwas Kathak (auch hier hat nicht Manis die Choreographie beigesteuert, sondern Aicha ).
Im nächsten Beitrag zeigt Jana ihre Handschrift, wenn sie einiges Neue aus dem Thema „Isis-Flügel“ herausholt. Interessante Figuren und Drehungen bestimmen diesen Formationstanz, und alles endet im Trommelsolo.
Eine Reise quer durch den arabischen Garten führt zum Ende des 1. Teils die Gast-Gruppe Safira nach einer Choreographie von Manis auf. Ein flotter Formationstanz, an Raks Sharki angelehnt, eröffnet, aufgelockert durch Straußenfedern, dann ein Saidi als Gruppentanz, an für sich nicht ungewöhnlich, hier jedoch mit einigen außerordentlichen Figuren, und schließlich das unverwüstliche Trommelsolo. Wer den „Karneval der Kulturen“ in Berlin gesehen hat, bei dem werden an einigen Stellen Erinnerungen wach.
Der zweite Teil eröffnet gleich mit einem der beliebtesten Höhepunkte der Show: Dem Tanz der Projektgruppe zu
Bruno Assenmachers Trommelgruppe. Es schnarrt, scheppert, dröhnt und hämmert ganz schön, und dazu drehen sich 14 Tänzerinnen in Dreiergruppen (ja, ich weiß, das geht nicht auf) zu einem Flamenco-bestimmten Rhythmus. Schließlich bilden die Tänzerinnen zwei sich gegenüberstehende Reihen, und durch diese Gasse tanzt eine Solistin heran, bis sich alles in einem großen Kreis um sie dreht.
„Nachts Im Tal der Könige“ geht es reichlich wild zu, in kleinen und in großen Gruppen gibt es afrikanische Stammestänze und wilde Sprünge von Jana & El Saada.
DIE REISE DER KARAWANE