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Zur „Orientale 2010“ in Düsseldorf, V. Teil

von Marcel Bieger
Fotos :André Elbing

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Nach einer Choreographie von Manis tanzt Petra einen sehr innigen Schleiertanz...
...und die ebenso schon länger bei der Projektgruppe tanzende Sandra nähert sich uns vom anderen Ende des Spektrums. Wie schon im Vorjahr tanzt sie auch jetzt eine Choreographie von Deva Matisa, „Vampyria“, wuchtig, grell und mit schwarzen Isis-Flügeln.
Bruno & Elli führen uns schließlich „spielerisch“ einige ungewöhnliche, aber schönklingende Trommeln vor.
Jana hat vorhin beim Gruppentanz durch die Zeit schon das Venezianische anklingen lassen, jetzt erleben wir den Karneval am Lido in voller Pracht, in welchem jedoch in diesem Jahr nicht Rondo und Menuett sondern Raks Sharki und Trommelsolo getanzt werden.
Danach noch einmal die Gruppe Safira, diesmal mit einem romantischen Fächerschleier-Ballett, eine anmutige, leicht melancholische Nummer zu World-Music. Besonders hübsch, wenn die Mädchen sich drehen und die Fächerschleier dann wie Sonnenstrahlen erscheinen.
Mit Schleier und leicht indisch, in Richtung Bollywood, unterhalten uns Jana und ihre Gruppe El Saada aufs neue und wieder erfrischend.
Auf dem Kopf einen Zylinder und in schwarzer Kleidung tanzt dann ein modernes Swing-Ballett, und man muß unwillkürlich an Liza Minelli und „Cabaret“ denken. Dahinter verbirgt sich Manis’ Donnerstagskurs
Ein letzte Mal bringen uns Bruno & Elli ihre Schlagwerke zu Gehör, und wie immer fasziniert, wie gut die beiden aufeinander eingespielt sind.
Die Projektgruppe von Deva Matisa betritt nun die Bühne und führt einen Formationstanz vor, der auf Tribal basiert und von einer Prise Kathak verfeinert wird. Die etwas anderen Bewegungen unterscheiden diese Gruppe von den Formationen der Manis.
Zu ihrem letzten Auftritt zeigen uns Jana & El Saada einen Feuertanz. Bei dem sie mit feuerfarbenen Tüchern und anderem entsprechenden Zubehör tatsächlich so etwas wie Feuer zum Leben erwecken.
Und am Ende, gleichsam zum großen Finale noch einmal die ganze Projektgruppe: 13 Frauen drehen sich in verschiedenen Formationen (und verschiedenartig gleich gekleidet), der Tanz basiert hauptsächlich auf Raks Sharki und geht dann endlich in ein als Gruppe getanztes Trommelsolo über, dessen Rhythmus man sich kaum entziehen kann.
Die Orientale 2010 gehört zu den besten Orientalischen Festivals des Genres (beileibe nicht nur Deutschlands). Der Puls des Orientalischen Tanzes hat während dieser knapp zwei Wochen hier geschlagen. Die Gala führt nicht nur ein, sie versetzt einen mitten hinein. Mit dem Tribal-Tag hat man auch für dieses Genre Akzente gesetzt. Wiederum ein Glücksgriff, Banafsheh Sayaad und Sandra Chatterjee, und man darf gespannt sein, wen die Veranstalter im nächsten Jahr aus ihrem Zauberhut ziehen. Und ein Segen liegt auf einer Tanz-Institution, die nunmehr seit Jahren mit solchen hochqualitativen Teilnehmer-Darbietungen (so nennt man hier die Schüler) aufwarten kann.

        Glückauf für 2011!

DIE REISE DER KARAWANE