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EIN STERN,
DER DEINEN NAMEN TRÄGT

Zur erstmaligen Verleihung des Tribal-Preises „Tribal Star“

von Marcel Bieger

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Grafische Gestaltung: Konstanze Winkler
Photos © André Elbing (www.andre-elbing.de)
die "Tribal Star" Gewinner, Kategorie Tribal-Solo
Auch die 3 Gewinnergruppen des 1. Tribal Stars hat „Hagalla“ nach ihren Eindrücken gefragt:

1. Was hat Dir die Teilnahme am ersten Tribal Star Wettbewerb bedeutet?

2. Wie kam es zu Deiner Teilnahme, wer hat die Idee dazu gehabt?

3. Wie sehen Deine weiteren Pläne aus?

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IDA MAHIN für ERESHKIGAL, 3. Platz Gruppe

Eigentlich noch wichtiger als der Wettbewerb war uns das Tribal-Festival als Ganzes. Es war unsere erste Teilnahme beim Tribal-Festival, und wir haben uns auf unendlich viele neue Eindrücke gefreut. Wir wurden in keiner Hinsicht enttäuscht. Auch die Atmosphäre auf der Bühne, die einen direkten Kontakt zum Publikum ermöglichte, war elektrisierend. Der dritte Platz im Wettbewerb am Sonntag stellte dann sozusagen das i-Tüpfelchen auf einem tollen Wochenende dar. Als sehr wertvoll empfanden wir auch, daß sich einige der Jury-Mitglieder die Zeit genommen haben, jedem, der es wissen wollte, ein umfassendes Feedback zu geben.
Den Kontakt zu Asmahan hat Shahrazad für uns hergestellt, nachdem sie uns letzten Herbst auf der Bühne gesehen hat. Die Idee, auch im Wettbewerb mitzutanzen, war dann eher eine spontane Eingebung.

Wir haben noch zahlreiche Ideen, die wir gern in Tänze umsetzen möchten, und hoffen auf zahlreiche Gelegenheiten, uns auf der Bühne austoben zu können. Unser nächster Auftritt findet im Rahmen des Orient Magazin Festivals 2011 statt. Bei dieser Gelegenheit gibt unsere Choreographin Ida Mahin auch einen Balkan-Tribal-Fusion-Workshop. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit alten und neuen Tribal-Bekannten.

Ida Mahin
ERCAN für "ICONESQUE!", 2. Platz Gruppe

Als Choreograph und Trainer hat mir der tolle Erfolg beim Wettbewerb sehr viel bedeutet, denn meine Showtanzgruppe „ICONESQUE!“ besteht nämlich bei jedem neuen Projekt aus neuen und anderen Tänzerinnen. Die meisten von Ihnen standen noch nie auf der Bühne, geschweige denn in einem Kostüm, vor einer Jury oder bei einem Wettbewerb. Den Frauen dieses Erlebnis möglich zu machen, war eine tolle Erfahrung für uns alle.

Ich beobachte die Tribal-Szene seit dem Jahr 2007. Dieses Jahr war auch das erste meiner Zusammenarbeit mit Asmahan el Zein. Zu der Zeit hatte ich bereits über zehn Jahre als Choreograph gearbeitet und mir war klar, daß auch ich gerne – wenn der Zeitpunkt kommen würde – einen Beitrag zur Szene leisten würde. Inspiriert durch moderne Künstler und Künstlerinnen wie z.B. „Les Soeurs Tribales“ faßte ich den Mut, eine Modern Dance Choreographie mit Tribal Elementen zu mischen. Danach hatte ich die Idee zu den roten opulenten Kostümen. Das Ergebnis  war schließlich unser Stück „The Beast Within“, welches sowohl beim Publikum als auch bei den Schiedsrichtern des Contests so gut ankam. Als deutsche Gruppe Vize-Meister zu werden, das hat mich natürlich ganz besonders gefreut.

Mein neues Modern Tribal Dance Projekt, „[HARD]“, beginnt am 09.09.2011 und wird seine Premiere bei Asmahan el Zeins Veranstaltung „Hannover Spezial“ feiern. Mein Team und ich sind in den Vorbereitungen, und Interessentinnen können sich ab sofort bei mir melden.
CSILLA PRIBOJSKI für BERILL TRIBAL BELLYDANCE GROUP 
1. Platz Gruppe

Als wir beschlossen haben, beim Tribal Festival aufzutreten, war bei uns noch kein Gedanke, auch beim Wettbewerb dabeizusein. Aber das Thema kam immer wieder darauf, und schließlich haben wir uns für den Contest angemeldet. Vor diesem Festival haben wir noch nie als Gruppe im Ausland auf der Bühne gestanden. Wir haben uns gesagt, das wäre doch eine gute Gelegenheit, uns vor einem internationalen Publikum zu präsentieren. Eine Chance, allen zu zeigen, was wir draufhaben. In Ungarn haben wir uns schon – und das durchaus erfolgreich - an einigen Wettbewerben beteiligt, aber wir hatten natürlich keine rechte Vorstellung davon, was uns im Ausland erwarten würde. Zwischen dem Vorfinale und dem eigentlichen Finale hatten wir einen Auftritt auf der Offenen Bühne und uns danach ins Publikum gesetzt, um uns das weitere Programm anzuschauen. Irgendwann ist uns dann aufgefallen, daß ein Zettel ausgehängt worden war, auf dem zu lesen stand, daß wir im Finale wären. Zuerst haben wir nicht so recht verstanden, was das bedeutete, aber nachdem Ariane (die Bühnenmeisterin) uns erklärt hat, daß wir unter „den ersten drei gelandet“ seien, waren wir vor Begeisterung ganz aus dem Häuschen. Während dann die Entscheidungen der Jury verlesen wurden, haben wir nicht alles so richtig verstanden, was Asmahan da vorgetragen hat (Kitti, das einzige Mitglied unserer Gruppe, das richtig deutsch spricht, hatte nach unserem Auftritt zu ihrer Familie gemußt). Als wir dann auf die Bühne gerufen wurden, um unseren Preis entgegenzunehmen, wußten wir nicht so genau, ob wir auf dem 3. oder auf dem 1. Platz gelandet waren. Das war wirklich sehr komisch, und wenn wir nicht so nervös gewesen wären, hätten wir sicher darüber gelacht.
Irgendwann ging unserer Kamilla, die etwas Deutsch versteht, auf, daß wir die Gewinner waren, und dann wurde uns klar, daß die Jury uns vor allen anderen auf den ersten Platz gesetzt hatte, und wir hatten gewiß keine einfache Konkurrenz gehabt. Was für ein toller Augenblick für unsere Gruppe, aus so etwas zieht man seine Motivation und Inspiration. Ganz ehrlich, vorher hätte sich niemand von uns vorstellen können, daß wir unter die ersten drei kommen würden. Wir wollten einfach nur tanzen und uns auf der Bühne wohlfühlen.
Im Sommer erwarten uns einige Auftritt in Ungarn, der größte davon im September bei der Tribal Hafla in Budapest. Eine akustische Veranstaltung, bei der jeder zu echten Instrumenten und nicht etwa zu elektronischer Musik tanzt. Das hört sich spannend an. Im November kommt
Samantha Emanuel nach Ungarn, und wir möchten gern ihre Workshops besuchen, und wenn es sich einrichten lässt, gehen wir auch zur Gala. Und dann müssen wir natürlich noch neue Kostüme schneidern und eine neue Choreographie entwickeln für unseren Auftritt 2012 bei der World of Orient in Hannover. Wir haben also alle Hände voll zu tun und noch so viel vor …
"Actually when we decided to participate on the festival we didn’t want to compete. But we talked a lot about it and finally we checked in. Before this festival and competiton we never were abroad with the group. It was a good way to present us before an audience. A chance to show everybody what we are able to. We have attended several competitions at home in Hungary (and also successful), but we didn’t know what we can expect in another country. We had an open stage performance between the semifinal and the final. We just sat in the audience and saw the other open stage performers when we noticed on the board that we are in the final. And at first we didn’t know what this means ... But when Ariane (the stage manager) told us „your in the top 3” we were incredibly happy.
While the results were announced we didn’t understand what Asmahan said (Kitti our fifth member who talks German had to go to her family after the semifinal) and
when we stepped into the stage to receive our prize we were not sure that whether we are the first or the third. It was a funny and very nervous moment … Thanks to the jury we won the 1st place ahead of some amazing dance groups. It was really a good moment for us, this contest was a very motivating and inspiring moment for the group.

Seriously no one imagined that we can reach the top 3. We just want to dance and feel happy on the stage that was the goal. After we danced again in the final we stood next to the stage and didn’t understood what Asmahan was saying. Just watched that the other dance groups went onto the stage and we felt an „oh my God” feeling. At one point Kamilla (Berill dancer), who understands a little bit German, told us that we won. But we didn’t believe it until we went onto the stage. It was such an unimaginable moment for us.

We have several performances in summer (July, August) in Hungary. Our biggest project is a Tribal Hafla in September in Budapest. It will be an acoustic hafla where everybody uses instrumental music without electronic voices. That sounds like a good event! In November Samantha Emanuel will be coming to Hungary and we would like to go her workshops, maybe we will to the gala, too. And next to these things we will start to create new costume designs and a new choreography for the World of Orient 2012 in Hanover. So we have many many plans, projects …"