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Photos, Grafik und Gestaltung: Konstanze Winkler
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Nach der Pause wird es feierlich, Halima-Herausgeberin Brigitte Baldinger betritt die Bühne, und dann geht es zur Preisverleihung; darüber haben wir uns ja schon ausgelassen, und im Anschluß findet die Gala ihre Fortsetzung. – Der Trommler Tiziano bringt uns abwechslungsreich zu Gehör, wieviel er von seinem Fach versteht. Und mehr noch, er versetzt uns nach der Feierstunde in die fröhliche Bauchtanzstimmung zurück. Nachdem er die Bühne eingespielt hat, gesellt sich Lorena zu ihm, die wir ja vorhin schon goutieren durften, und bringt uns diesmal, ja, was wohl, ein Trommelsolo, wenn auch in ihrem ganz eigenen, prägnanten Stil.
Leylah Sadim ist Tribal-Lehrerin im Studio „Scarabeo Palace“ und hat einen Hang zum Gothic. Auf der halbdunklen Bühne gibt sie mit beleuchteten Isis-Flügeln ein wunderbar „düsteres“ Schauerstück. Als das Licht wieder angeht, ist sie vom Show-Ensemble Rakas umringt, welches die Bühne nun übernimmt und gewohnt schwungvoll einen Fantasy-Fusion auf die Bretter legt. Eine hübsche Idee und eine noch hübschere Choreographie.
Die „jomdance company“ erzählt als Duo eine romantische Geschichte und macht ihrem Namen Jom (Jazz-Oriental-Modern) alle Ehre. Sehr oft bekommt man Zeitgenössisch mit Herz nicht zu sehen. – Noch einmal die junge Dame Anastasja mit einem Medley aus Showdance-Melodien. Sie erscheint im Gewand einer antiken Göttin auf der Bühne, kommt uns dann als Heros mit Schwert und zeigt wiederum ihre ganze Vielseitigkeit. Die Choreographie stammt von Nadia Nikischenko, und man glaubt, in Anastasja eine junge Nadia zu erkennen.
Es folgt das Ensemble Lazurie mit einem „Modern Oriental“, und in diesem Stück beweisen sie, daß der OT noch lange nicht alt ist, im Gegenteil. Er bietet eine phantastische Grundlage für Verbindungen mit Ballett, Modern und Zeitgenössisch. – Und schon erleben wir Sahra Saeeda, eine amerikanische Pionierin, mit einer Melaya, den sie immer noch mit ganz besonderer Klasse tanzt. Diese schließt sie mit einem Baladi ab. Sie interpretiert ihn weniger als Show- denn als Volkstanz, und das beweist, wieviel diese Künstlerin uns immer noch zu sagen hat.
Eliana hat ihre Showtruppe Liquid Lemon mitgebracht und tanzt dort auch gern selbst mit. Heute freuen wir uns über einen Balkantanz, den diese wunderbar frische Truppe witzig und mit viel Gewirbel der bunten  Zigeuner-Röcke darbietet. – Yela gehört zu den „Rakas“ und legt sehr viel Ausstrahlung, schöne Bewegungen und vollendete Eleganz in ihren Raks Sharki. Wir folgen ihrem Vortrag gern.
Und noch einmal Rachid Alexander, der von der Karibik-Insel Curacao stammt. Wieder bewundern wir das Spiel seiner Muskeln, das er mit Verve betreibt und ebenso gut beherrscht wie seine sonstige Tanzkunst. Rachid ist eben Rachid.

Yamuna ist die dritte im Bunde der drei Tanzschulen-Musketiere aus dem Großraum Nürnberg (wir bekommen später noch alle drei zu sehen). Mit ihrer Show-Truppe, dem Ensemble Yamuna, begeistert sie als Quintett mit einem völlig fröhlichen, bunten und sorgenfreien Oriental Pop, den die fünf Frauen mit einem frischen Trommelsolo zum Abschluß bringen.
Wenn man drei BDSS-Frauen im Hause hat, läßt man sie natürlich nicht mit einer einzigen Nummer davonkommen. Sie erscheinen nun als Einzel-Künstlerinnen und zeigen Tanzkunst vom Allerfeinsten. In der Reihenfolge ihres Auftretens: Inka zeigt behende und lebendig, wie sehr sie Ballet und Modern schon für sich „verarbeitet“ hat. Dem folgt ein ähnlich aufregendes Tanz-Abenteuer, in dem sie ihre Erlebnisse in Kolumbien verarbeitet und zum Ausdruck bringt. – Als zweite im Bunde folgt Romy mit dem Rythm & Blues-Klassiker „I Put a Spell On You“, den sie tänzerisch als Raks Sharki umsetzt und diesem viel Mystisches angedeihen läßt. Das setzt sich nahtlos im nachfolgenden Trommelsolo fort, das nicht nur geheimnisvoll daherkommt, sondern auch von Feuer und Leidenschaft brodelt. Und schließlich Stefanya mit ihrer Interpretation von einem Raks Sharki, natürlich inklusive Schleier-Intro. Sie trägt ihre Kunst sehr routiniert und mit Elan und Leidenschaft vor. Im folgenden, sehr lateinamerikanisch ausgerichteten Trommelsolo geht sie mit Elan und innerem Feuer zur Sache, und konsequenterweise endet das Stück in einem waschechten Samba.

Und damit folgt nun das, worauf alle gewartet haben, die Nürnberg-All-Stars, das Trio Yamuna-Seetha-Enussah. Hier in Köln, wo ich lebe, sagt man: „Die han Spaß zosamme“, und genau das bekommen wir hier zu sehen, die drei tanzen ausgelassen Raks Sharki und bringen so beschwingt einen Abend zu seinem verdienten Finale, an dem wir noch lange denken werden.
Keine Frage, daß wir auch die „Tribal Convention“ aufsuchen werden, denn wer „O“ wie Orientalischer Tanz sagt, muß auch „T“ wir Tribal sagen, und genau dafür ist „Hagalla“ ja schließlich ins Leben gerufen worden. Dort sehen wir dann dich, und dich und auch dich da ganz hinten wieder, worauf wir uns schon sehr freuen.
Homepage:
www.total-oriental.de
www.tribal-convention.com
Ensemble Lazurie
v.l.n.r.: Sabuha Shahnaz, Nicole McLaren, Romy, Anastasia, Brigitte Baldinger, Moderatorin Birthe, Lorena Galeano, jomdance company und Eliana (iblaues Kostüm)
Tiziano & Lorena Galeano
Leylah Sadim
Duo der jomdance company
Anastasia Korobowa
Ensemble Lazurie
Rakas
Sahra Saeeda
Yela
Liquid Lemon
Ensemble Yamuna
Rachid Alexander
Inka
Romy
Stefanya
Yamuna, Seetha und Enussah
TOTAL ORIENTAL
Nürnberg, 31. Mai 2014

Der Show-Bericht, ... Fortsetzung

von Marcel Bieger