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Showberichte
Fotos & Layout: Konstanze Winkler
Größer, schöner, bunter - vom Zirkuszelt zur großen Welt
das 3. Internationale
in Hannover
Ein Bericht von Konstanze Winkler
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Die Galashows

Das kurzweilige und unterhaltende Programm der beiden Abendgalen spiegelte sehr schön die Trends der Tribal-Szene wider. Es gab auch viel Neues in diesem Jahr, z.B. eine richtig große, erhöhte Bühne sodaß auch die Zuschauer in den hinteren Reihen einen guten Einblick hatten. Die Moderation übernahm in diesem Jahr Ercan Carikci, der mit seiner fröhlichen und unterhaltenden Art durch die beiden Gala Abende führte. Daß er (noch) kein absoluter Kenner des Tribal-Genres ist, sahen ihm alle nach, denn er machte dieses durch sein kreatives und frisches Entertainment wett.
Die Eröffnungsnummer der Freitagabend-Show tanzten Eliana und ihre Gruppe Tribal Impression Bellydance. Zum Remix des 20er Jahre Hits “I wish I could shimmi like my sister Kate“  sahen wir eine kesse Vintage-Choreografie mit hollywoodreifen Gesten und den schönsten und verschiedensten Shimmies. Eliana tanzte im Anschluß an die Gruppendarbietung ein frisches und lebendiges Fusion-Trommelsolo nach „Djinn“.
Die Freitagabend-Gala
Die Bühne wurde mondlicht-dunkel: Linda Thorsager aus Dänemark brachte uns einen Tribal Fusion mit zeitgenössischen Elementen zu einem jazzigen Musikstück, das sich im zweiten Teil zu einem klagenden Walzer fortentwickelte. Linda interpretierte ihre Darbietung mit ausdrucksstarken Tanzelementen aus dem Tribal, OT und Modern Dance.
Aus Bonn sahen wir Tribe Akasha mit einer Gypsy Performance und Impro Tribal. Die 8 Frauen tanzten  zu Kastagnettenklängen vom Band, die so schnell waren, daß sie beinahe an das Rasseln von Klapperschlangen erinnerten, eine Mischung aus Balkanfolklore, Can Can und Flamenco,  mit immer wieder schönen Wechseln und neuen Formationen.
Tribe Akasha
Eliana
Linda Thorsager
Tribal Impression Bellydance
Moderator
Ercan Carikci
und seine "Groupies"
Galathea aus Viersen brachte uns in Endzeitstimmung mit einem „Apokalyptik Fusion“, so nennt sie ihren Tanzstil. Zum Musikstück „Der letzte Tag“ von Kjoll, zeigte uns Galathea futuristisch-archaisches, mit einem sehr emotional gebundenen Strauß aus Fusion und Ausdruckstanz.
Ma’Ansari erfreuten das Publikum mit American Tribal Style nach FatChanceBellyDance. Würdevoll und schön getanzt: Ihr fast perkussionsfreies, indisches Intro. Anschließend sahen wir noch ein schwungvolles Trommelsolo als klassische ATS-Improvisation, untermalt mit Zimbelgalopp.
Galathea
Ma'Ansari
Sashi, Tänzerin und Veranstalterin der bekannten Gothic Hafla „Gothla US“, betrat die Bühne und tanzte einen verführerischen Gothic Fusion. Sie weiß, wie man Spannungsbögen aufbaut und mit dem Publikum agiert. Geschmeidig wie ein Panther-Weibchen, kostete sie jede Bewegung, jede kleine Geste auf der Bühne aus und zelebrierte sie. Mit ihrem panzerbrechenden Blick und ihrer geheimnisvollen Mimik fesselte sie das Publikum.
Als nächstes Showhighlight sahen wir Fire aus Liebenau. Im silbrig-metallisch glänzenden Tribal-Kostüm tanzte sie Robo-Oriental, zur Musik von Maduro und Notecrusher. Die Künstlerin hat eine phantastische Körper-beherrschung. Weiche Bodywaves und Schlangen-
arme wechselten sich ab mit messerscharfen Stops, Pops und Breaks. Ihre kreativ zusammengestellte Choreografie ist ein Mix aus Robodance, Hip-Hop, Fusion und Kathak.
Die sieben Sisters of Quake tanzten zu „Snake Charmer“ einen Fusion mit ITS Elementen in urbanem Hip-Hop Outfit. Wir sahen eine abwechslungsreiche Choreographie mit spannenden asymmetrischen Formationen, Soli und Duetten, bei denen der Tribe im Hintergrund klassisch im Chorus tanzt, dann wieder alle gemeinsam und synchron wie ein Fischschwarm.
Es folgte ein weiterer internationaler Star, Teresa „Tree“ Russell aus Großbritannien. „ Black“ heißt ihr Lied und hier war der Name Programm. Sie tanzte eine beeindruckende dunkle Performance mit Zylinderhut, Vaudeville-Kostüm und mit gefährlich langen Thai-Fingernägeln, die sie theatralisch einsetzte als wären es rasiermesserscharfe, blitzende Waffen.
Die sieben Femmes Tribales aus Winsen an der Aller betraten in mittelalterlich anmutenden Tribalkostümen mit weiten Tellerröcken, Bömmelgürteln und Turban die Bühne. Mit einem Mix aus ITS  und Fusion tanzten sie zu einem Gothic Rock Titel eine düstere Choreografie, die sich mit im Chorus getanzten Tribal-Improvisationen abwechselte.
Sisters of Quake
Teresa "Tree" Russell
Femmes Tribales
Sashi
Fire