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Showberichte
Fotos & Layout: Konstanze Winkler
Größer, schöner, bunter - vom Zirkuszelt zur großen Welt
das 3. Internationale
in Hannover
Ein Bericht von Konstanze Winkler
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Die Freitagabend-Gala (Teil 2)
Martina Crowe kommt aus Vancouver in Kanada, wohnt aber seit kurzem in Ulm. Ihr Auftritt beim Tribal Festival in Hannover war ihr Deutschland-Debüt. Im White Fusion-Kostüm tanzte sie kraftvoll und energiegeladen zu Hip Hop Musik der Gruppe Glitch Mob. Sie garnierte ihre Darbietung mit gekonnten Locks, Pops, Breaks und Hip-Hop-Elementen.
Tempest, die Königin des Jugendstil - und des Steampunk Fantasy Genres, entführte uns in die futuristische Vergangenheit. Zur Musik von Abney Parks „Airship Pirates“ erlebten wir eine burschikos kecke Darbietung mit derbem Piratengehabe und klassischen, verspielten und anmutigen OT Elementen.
Vox Alba erfreute uns mit einem  Rokoko Tribal Fusion. Zu einem modernisierten, rhythmisch aufgepeppten Menuett tanzten sie in Reifrock-
kostümen, hohen weißen Lockentürmen und Spitzenschirmchen eine Fusion aus höfischen Reigentänzen, Ballett und improvisierten Tribal-Elementen. Das war sehr keck und niedlich anzuschauen.
Tempest
Martina Crowe
Dann kam ein Sturm: Sibel Nefa  faszinierte mit einer aufregenden Doppel-Poi Choreo zu treibender Drum‘n‘ Base Actionfilmmusik. Wild und schnell flogen ihre Pois durch die Luft und zischten in immer neuen Formationen um sie herum. Diese Nummer hatte Drive!
Mariam Ala Rashi tanzte eine getragene langsame Performance, zu orientalisch-spaciger, melancholische Musik, mit vielen weich fließenden Tanzelementen, einigen Pops und Locks und einem akrobatischen und ausdrucksstarken Bodenpart, danach ihr mittlerer Weile schon berühmtes Trommelsolo. Selten sieht man eine so messerscharfe und auf den Punkt genau getanzte Akzentuierung sämtlicher Hüft- und Oberkörper-Bewegungen wie bei Mariam.  
Vox Alba
Sibel Nefa
Vom Duo Namadeya bekamen wir an diesem Abend einen Indisch-Fusion zu sehen. Wie ein Zwillingspärchen sahen sie aus in ihren zauberhaften cremefarbenen, indisch anmutenden Tanzkostümen. Sie tanzten eine wunderschöne Mischung aus Kathak-Elementen und Tribal-Fusion zu modern bearbeiteter klassisch-indischer Musik.
Duo Namadeya
Mariam Ala Rashi
Noch einmal Tempest: Bei ihrem zweiten Auftritt tanzte sie in der Rolle der Roboterin Maria aus dem Science Fiction-Film „Metropolis“, einem deutsch-expressionistischen Werk aus dem Jahr 1927, also der Stummfilm Epoche. In einem zauberhaften hellen Jugendstil-Kostüm mit imposantem Kopfschmuck begann Tempest ihren Tanz. Verschleiert und mit stilisierten Roboterbewegungen versuchte sie - ganz der Filmfigur nachempfunden - das Publikum auf verführerische Art auf Abwege zu bringen.
Es folgten „perlatentia“, die Lokalmatadorinnen der norddeutschen Tribalszene. Zur Zigeunerweise tanzten sie eine schwungvolle, mitreißende und abwechslungsreiche Choreografie. Schön waren sie anzuschauen in ihren bunten Balkankostümen mit kurzen Westchen, Rüschenhosen und mehreren Lagen weit schwingender Tribalröcke. Was sonst kaum einer kann: Zu fast jeder neuen Bewegungsabfolge (cue) spielten sie einen andern Zimbelrhythmus. Im Anschluß daran folgte eine spritzige, witzige Tanzeinlage zur Filmmusik von „Asterix“.
Der krönende Abschluss des Freitagabends blieb Sashi vorbehalten. Zunächst tanzte sie zu einem Softrock-Titel. Geheimnisvoll und verführerisch spielte sie mit einer langen und funkelnden Straßkette. Dann ein Bruch in der Musik, es folgen harte Industrialbeats und Drum’n’Base Klänge. Sashi tanzte dazu Pops und Locks und einige ihrer „Ascend Format Moves“. Im weiteren Verlauf ihres Auftitts blieb es musikalisch bei Industrialmusik, allerdings klang diese nun wie die Geräusche einer behäbig arbeitenden Dampfmaschine. Ihr Tanz wirkte jetzt eher traurig melancholisch. Zum Abschluß nochmal eine Performance zu einem orientalisch angehauchten Kracher vom Maduro. Hierzu paßten wieder Pops, Locks und Breaks, und die hatte Sashi auch drauf!
Perlatentia
Tempest "Metropolis"
Nun folgte das erste Showfinale und wie es so üblich ist, bat Ercan alle Tänzerinnen noch einmal auf die Bühne. Unter brandendem Applaus bedankte sich auch Asmahan bei ihren Gästen, ihren Helfern und dem Publikum. Nach einem so tollen Start durfte man sehr gespannt sein auf den Showsamstag!
Sashi
Das YouTube Video
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Show Freitag