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Showberichte
Fotos & Layout: Konstanze Winkler
Größer, schöner, bunter - vom Zirkuszelt zur großen Welt
das 3. Internationale
in Hannover
Ein Bericht von Konstanze Winkler
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Das Programm startete mit einem Showopener des Moderators. Ercan Carikci zeigte, daß er auch singen und tanzen kann.  „Om Shanti“ sang er, einen indischen Bhajan auf Pop getrimmt, und tanzte eine kurze Tribal-Fusion Einlage. Tänzerisch begleitet wurde er dabei von der hannoverschen Tribalgruppe Signa Mystera und Special Guest Anyana
Die Gala-Show am Samstag
E’Fey aus Köln verzauberten das Publikum mit einer Fantasy Fusion. Sie interpretierten die Geschichte von Hylas und den Quellnymphen aus Griechenlands Antike. In türkis-weißen Fantasy-Tribalkostümen mit weichen und fließenden Röcken und Blauen Schleiern,  tanzen sie eine Choreografie, die in einer anmutigen Isis-Wings Performance ihren Höhepunkt fand.
Ercan Carikci gemeinsam mit Signa Mystera und Anyana
E'Fey
Dann wurde es keck. Shaddai  brachte einen Tribal Fusion mit Pops, Locks und Breaks und hübschen Posen zu Zirkusmusik von Beats Antique. Ihr zweites  Stück , ein eigenkomponiertes Trommelsolo, präsentierte Shaddai  schön akzentuiert und garnierte es mit variantenreichen Shimmies.
Shir o Shakar aus Moers tanzten einen Flamenco flavored Fusion. Dieser Flamenco Fusion entpuppte sich als eine schön choreografierte elegant-stolze Darbietung. Zur rassigen Balkanperformance im Anschluß präsentierten uns Shir o Shakar mit viel Schwung und Esprit eine Choreografie mit Zimbeln, abwechslungsreichen Formationswechseln und schönen Duetten.
Schemzedah aus Österreich tanzte eine eindrucksvolle Säbelperformance zu mystischer indischer Musik. In Ihrer Darbietung, geprägt durch Einflüsse aus dem indischen und dem zeitgenössischen Tanz, zeigte sie weiche und schlangenartige Bewegungen, beeindruckende Posen, einen gekonnten Bodenpart und schön ausbalancierte Drehungen mit ihrem Säbel.
Shir o Shakar
Schemzedah
Shaddai
Von Tribaala, die diesmal zu zweit auftraten, sahen wir zur Musik von Beats Antique ein sehr damenhaft-elegantes Duett mit weichen Bewegungen und ausdrucksvollen Gesten.  Für ihren „Contemporary Tribal Bellydance“ ließen sie sich von Pina Bausch inspirieren und das Coaching für diese schöne Darbietung erhielten sie von Jill Parker.
Einer der absoluten Höhepunkte des Abends, der Beitrag von Dud Muurmand aus Dänemark. In schwarz-violettem Vintage-Kostüm mit Rufflepants, Schößchenrock, Korsage und Federboa, begann sie ihren Tanz zur Einstimmung mit einer Gypsy Fusion zu einem langsamen Saxophon-Stück. Doch dann ging es richtig los. Zu “Start Wearing Purple“ von Gogol Bordello, tanzte sie eine freche und vor Esprit sprühende, verrückte Performance mit viel Witz und Ausdruck! Der Saal tobte vor Begeisterung.
Tribaala
Dud Muurmand
Les Soeurs Tribales, kommen aus Italien, genauer gesagt, aus Mailand. Sie tanzten einen Modern Fusion als Tribut an den russischen Balletttänzer Vaslav Nijinsky. In signalroten hautengen Einteilern begannen die drei Tänzerinnen ihre Darbietung bäuchlings auf der Bühne liegend zu geheimnisvoll sphärischer Musik. Es folgten wunderschön synchrone, kontemporäre Tanzelemente mit ausdruckstarken Posen. Im zweiten Teil der Darbietung, spielen die drei eleganten Italienerinnen mit Symmetrie, Asymmetrie, der körperlichen Darstellung grafischer Muster und Kinetik. Das Ganze hatte nicht mehr viel mit Tribal zu tun, war aber absolut spannend und höchst sehenswert. Sie bekamen brandenden Applaus!
Allat Dalanda, aus dem Raum Siegburg/Gummersbach, hielten ein Kontrastprogramm für das Publikum parat. Zunächst sahen wir eine Choreografie mit zarten Fächerschleiern und im zweiten Teil wurde es kraftvoll mit einem abwechslungsreichen ITS-Tribal zu Gothic-Techno Musik.
Von Elena Sapega sahen wir einen avantgardisti-
schen Fusion zu einem zeitgenössischen Walzer mit Violine und Piano. Traurig, voller Schmerz und Verzweiflung vergießt Elena beim Tanz ihr ganzes Herzblut. Ihr weißes expressives Tanzkostüm mit Papier-
schnipseln, Stofffetzen und einem Überröckchen aus schneeweißem Seidenpapier, spiegelte auch äußerlich die Zartheit und Zerrissen-
heit wieder, die sie auf der Bühne tänzerisch wunderschön mit orientalischen und zeitgenössischen Tanzelementen umsetzte.
Allat Dalanda
Elena
Les Soeurs Tribales