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Showberichte
Fotos & Layout : Konstanze Winkler
Größer, schöner, bunter - vom Zirkuszelt zur großen Welt
das 3. Internationale
in Hannover
Ein Bericht von Konstanze Winkler
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Die Gala-Show am Samstag (Fortsetzung)
Dann tanzte Dud Muurmand mit ihrem Tribe of Gaia einen Afro Tribal Fusion. Sie begannen ihren Auftritt mit einem rasanten Schleiertanz zu moderner, afrikanischer Ethnomusik. Ein herrliches Farbenspiel entstand, als die 4 Tänzerinnen mit ihren farblich changierenden Chiffonschleiern umeinander wirbelten! Im zweiten Teil des Auftritts wurde es richtig erdig. Zu afrikanischen Trommelrythmen tanzten Tribe of Gaia eine kriegerische Afro-Performance und rissen das Publikum damit beinahe aus den Sitzen.
Arzo Renz aus Bochum brachte uns einen Gothic Fusion mit. Im komplett schwarzen Kostüm, mit ledernen Garter Pants, spiegelnden Metallelementen, Tierknochen und –zähnen, tanzte Arzo einen kühlen und Hip-Hop inspirierten Fusion mit Pops, Locks und Waves zu Industrial Musik. Anschließend sahen wir eine wilde, heiße Performance, unter flackerndem Stroboskop-Licht zu Gothic-Hardrock.
Es folgten Martha und Neas Tribal mit einer puren ATS Improvisation. Hier sahen wir meisterliches Können dieser Stilrichtung, dem ursprüngliche Format des Tribals. Die Tänzerinnen von Neas Tribal wirbelten gemeinsam mit Martha über die Bühne und zimbelten auch noch dabei.
Fayzah aus USA präsentierte uns einen Tribal Fusion im Katzenkostüm mit dem Titel „Robocat“. Zu langsamer Jazzmusik, die ein wenig am Henry Mancinis Thema „Pink Panther“ erinnerte, tanzt sie eine ausdrucksvolle Choreografie mit katzenhaft anmutigen Bewegungen. Dann wurde die Musik perkussionslastiger. Mit scheppernden, krachenden Rhythmen untermalt, sehen wir jetzt eine Robo-Hip-Hop-Breakdance-Fusion mit akrobatischen Einlagen von technisch allerfeinster Güte.
Arzo Renz
Tribe of Gaia
Neas Tribal und Martha
Fayzah
Und noch einmal sahen wir Neas Tribal. Zu einem wundervollen Ethno Musikstück namens „Duma Sa Duma“ von Phil Thornton tanzten Neas Tribal eine schwungvolle, improvisierte Nummer in ihrem eigenen Format, dem Neas Tribal Style, mit schönen Kombinationen und vielen Formationswechseln.
Neas Tribal
Patricia betrat in einem wunderschönen, hellen Vintage-Fusion-Kostüm die Bühne. Die dunkle Gothic Musik mit den sehnsuchtsvollen Geigen und E-Gitarren Rock-Elementen wurde eigens für sie komponiert. Dazu tanzt sie eine Tribal Fusion Improvisation. Patricia ist eine Meisterin darin, mit ihrem Körper Musik zu malen und sichtbar zu machen, und das tat sie auch an diesem Abend meisterlich und ausdrucksvoll mit schönsten Layerings und perfekter Tanztechnik.
Akram as Akthar aus Siegburg tanzten Meeres-Mythologie. In hübschen Wassernixen-Kostümen und mit zwei meergrünen,  langen Schleiern, die sie gemeinsam hielten und schwangen, begann die bunte Choreografie der 8 Frauen. Zu einer Musik, die orientalisch mittelalterlich klang, tanzten die Wasserwesen unter anderem auch einen Tribal Chorus mit Fontänen Formation. Schön auch die mit dem Körper nachempfundenen Bewegungen von Seegras und Anemonen, die sich im Wechsel öffneten und schlossen. Eine hübsche und kurzweilige Darbietung mit tollem Farbenspiel für die Augen.
Patricia
Akram as Akhtar
Wir sahen auch einen zweiten Beitrag von Fayzah, eine „Fusion-Impro im Fayzah Style“, wie sie selbst es bezeichnet, mit weichen Bewegungen, die durch ihren Körper zu fließen scheinen. Die Musik bot ein echtes Kontrastprogramm. Das erste Stück, zu dem Fayzah improvisierte, war eine Balkanballade, danach präsentierte sie uns einen gekonnten Hip-Hop Fusion mit Breaks und Locks zu urbaner Gangsta-Rap-Musik.
Fayzah
Die Abschlußnummer der Show tanzten Les Soeurs Tribales. Angekündigt wurde ihr Auftritt als  zeitgenössischer Fusion Mix, im Tribal Old School und Tribal New School Style, und das sah wie folgt aus: Zu sparsam instrumentierter Musik mit Drum and Bass, Synthesizergeräuschen und wortlosem Frauensingsang, schwebten die Tänzerinnen auf die Bühne, neigten ihre Köpfe anmutig von links nach rechts, ihre weißen langen Reifröcke schwangen wie große Kirchenglocken hin und her. Die Les Soeurs Tribales knieten sich abwechselnd oder auch gleichzeitig schwungvoll nieder, erhoben sich wieder und spielten mit dem optischen Effekt ihrer sich dabei duftig aufbauschenden Röcke. Durch immer wieder neue Formationswechsel blieb ihre Choreografie spannend bis zur letzten Sekunde, und im Publikum hätte man eine Stecknadel fallen lassen können, so gebannt war das Publikum von dieser Darbietung.
Das Finale

Ercan rief alle Künstler nochmals auf die Bühne und wie immer beim Finale merkte man deutlich am Applaus der Zuschauer, welche Darbietungen besonders gut gefallen haben.

Zum Schluß bedankte sich auch Asmahan beim fantastischen Publikum, und ein gelungenes Festival neigte sich nun leider seinem Ende zu. Seien wir gespannt auf das nächste Hannoversche Internationale Tribal-Festival und seine Highlights, die uns Asmahan im Jahr 2011 wieder präsentieren wird. Wer auf dem Laufenden bleiben will, der schaue im Internet unter
www.world-of-orient.de, dort werden sämtliche Neuigkeiten und Infos zum nächsten Festival sukzessive zu lesen sein.

Les Soeurs Tribales
Les Soeurs Tribales
Das YouTube Video zum
Show Samstag