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Photos © Konstanze Winkler
Grafische Gestaltung/Web Design: Konstanze Winkler
Gut gewählt war der erste Tanz der Samstags-Gala der diesjährigen World of Orient. Das Bollywood Dance Ensemble (Deutschland) eröffnete mit einem „Muntermacher“ mit schnellen Füßen und hoher Tanzqualität. - Und genau so ging es im zweiten Tanz von Anna Argentova (Rußland) weiter.  Perfekt tanzte sie rasend schnelle (manches erschien fast zu schnell) und langsame Passagen.

Welch ein Bild, wenn sich sieben junge Frauen im Tanz treffen, sich wieder voneinander trennen und dabei den Eindruck einer einzigen Bewegung erwecken. So lässt sich die Darbietung des Ensembles Rakas (Deutschland) beschreiben. - Einen Sinnesrausch löste Nicole McLaren (Schweiz) mit ihrer modernen Drehtanz-Interpretation aus. Bilder von Meer, Wind und Wellen entstanden, begleitet von der Vorstellung des Erwachens, sich Trauens, Aufbegehrens und Triumphierens in den Köpfen der Zuschauer.

Mit Nelly (Griechenland, Österreich) ging es ähnlich atemlos weiter. Flippiger, sexy Belly-Pop in gewohnt schnellem Nelly-Tempo. - Der Tanzstil „Vogueing“ steht für Körperbeherrschung und Schnelligkeit. Und diese bot die Tanzformation House of Lazer unter der Leitung von Lorenzo Pignataro (Italien, Polen).

Das Defilé sämtlicher zur Auswahl stehender Kostüme lieferte einen kleinen Vorgeschmack auf den am Tag darauf erstmals stattfindenden Fashion Award im Rahmen der WoO. Insgesamt 15 Designer und Designerinnen hatten sich mit ihren Kreationen in den verschiedenen Kategorien beworben. Die Erstausscheidung fand während des Rahmenprogramms statt und die große Endauswertung durch die hochkarätige Jury (darunter Fernando Corona) nebst Siegerehrung Sonntagabend im standesgemäßen Rahmen des Clubs Acanto. Die Zeit der Entscheidungsfindung der Jury nutzte das anwesende Fashion Award-Publikum als After-WoO-Party-Time. Der Fashion Award im Acanto sollte eine Dauereinrichtung der WoO werden!
Zurück zur Samstags-Gala: Mit seiner unwahrscheinlichen Bühnenpräsenz belebte Azad Kaan (Türkei, Deutschland) die Bühne. Seine Spezialität eines „turkish delight-Medleys“ á la Azad mit einem Trommelsolo, gespickt mit Shimmies, faszinierte die Zuschauer.

Atemlosigkeit fabrizierte die Bad Publicity Dance Crew (Italien, Polen) mit einem modernen Hip Hop und perfekt getanzten schnellen Abfolgen.

Wunderbar danach die fließend-verzaubernd getanzten „Wasserspiele“ zu Klavier- und Geigenklängen von Nabila und ihrem Ensemble
Ya Salaam (Österreich).

Eine Armee der besonderen Art trat dann zum Appell an: Die von Anasma (Frankreich) gegründete „Love Army“ zeigte die dramatische Umwandlung von Gewalt in Liebe. Die Botschaft dieser Love Army war eindeutig: „No War! Make Love!“ Der Befehl, unter dem diese Truppe steht: ein länderübergreifendes Projekt, das von Asmahan el Zein und Apsara Habiba unter Anasmas Leitung ins Leben gerufen wurde. Tänzerinnen aus verschiedenen Ländern trafen sich mehrfach in Köln um die vorher gemeinsam mit Anasma entwickelte Choreographie einzustudieren. Ein sehr hoher Aufwand,  der allen Respekt verdient!
RAKS life on stage boten Nabila Sabha & Baladi Blues Ensemble (Deutschland) mit Live-Musik und Tanz. Eine der seltenen Gelegenheiten das Zusammenspiel von Band und Tänzerin zu erleben. - Guy Schalom (Israel, Großbritannien) klebte mit seiner Trommel förmlich an der Hüfte von Nabila Sabha. Die beiden vermitteln Nightclub Feeling.

Vom Nachtclub auf den Dorfplatz ging es quer durch den Theatersaal mit einem tanzenden Pferd, der Ausbildungsgruppe von Djamila und jeder Menge Trommler.

Danach ein Garant für wunderbaren, abwechslungsreichen Raks Sharki: die Chillis (international) unter der Leitung von Azad Kaan

Eingebettet in eine getanzte Ouvertüre des Ensembles Rakas tauchte Enussah mit einem sinnlich-bezauberndem Kanoun-Solo auf und nahm das Publikum gefangen. - Wie ein Wirbelsturm fegten Eliana und ihre Liquid Lemons (international) mit fliegenden Röcken, koketten Blicken und Lebensfreude über die Bühne. Ihre Balkan Fusion sorgte für beste Stimmung. - Nachdenklich stimmte danach die Ausnahmekünstlerin Anasma mit Charlie No. 6, einer Hommage an Charlie Chaplin. Was humorig begann, machte bald betroffen, wühlte auf, entlastete und beruhigte wieder. Jeder Zuschauer konnte, wie so oft in Anasmas ungewöhnlichen, exzellenten Darbietungen entscheiden woran er sich erinnert fühlte.
Fazit der World of Orient 2013: zwei traumhafte, vielfältige Shows, ein umfangreiches Rahmenprogramm, eine gut besuchte Messe, ein zu wiederholender Fashion Award, und, und, und … Da gehen wir wieder hin!
Homepage: www.world-of-orient.de
Moderatorin Maral
Anna Argentova (Russland)
Bollywood Dance Ensemble
Rakas
Nicole McLaren (Schweiz)
House of Lazer
Nelly (Griechenland/Österreich)
Das Defilé der Kostüme zum Fashion Award
Azad Kaan (Türkei/D)
Nabila und Ya Salaam
Bad Publicity Dance Crew (Italien/Polen)
Anasmas "Love Army"
Nabila Sabha & Balady Blues Ensemble
Djamila und ihr Ensemble
Azad Kaan und die Chillis
Eliana und ihr Ensemble "Liquid Lemon"
Enussah
Rakas
Anasma
Finale
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Die World of Orient Samstagsgala:
ORIENTAL STARS ON STAGE
Hannover, 16. März 2013

Showbericht
von Sylvia Sophia Assmann

Anasma "Love Army"